Ambulant Betreutes Wohnen

Zielgruppe

Zielgruppe des Ambulant Betreuten Wohnens sind volljährige Menschen mit geistiger und/oder psychischer/seelischer Behinderung oder davon Bedrohte:

  • die eine stationäre Hilfeleistung in Form eines Wohnheimes, eingebundenen Außenwohngruppe oder Außenwohnung eines Wohnheimes nicht mehr oder noch nicht benötigen,
  • die aber zur selbstständigen Lebensführung einer ambulanten Hilfe und Unterstützung bedürfen,
  • die in einer eigenen Wohnung, allein oder in selbst gewählten Lebensgemeinschaften/ Partnerschaften/Wohngemeinschaften leben, also in der Regel über einen eigenen Mietvertrag verfügen,
  • die beabsichtigen, innerhalb der nächsten sechs Monate aus der Wohnung der Eltern oder einem vollstationären Wohnangebot auszuziehen.

Unsere Unterstützung hat das Ziel, den von uns betreuten Personen, unabhängig von Art und Schwere ihrer Behinderung, eine weitgehend eigenständige Lebensführung, soziale Eingliederung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu eröffnen und zu erhalten.

Kontakt

Lebenshilfe Ilm-Kreis e.V.
Ambulant Betreutes Wohnen
Ziolkowskistr. 21
98693 Ilmenau

E-Mail: [email protected]

Telefon: 03677/846118

Ziele

  • Beseitigung, Milderung oder Verhütung von Verschlimmerung einer vorhandenen Behinderung und deren Folgen
  • Erlangung der Unabhängigkeit von stationärer Hilfe
  • möglichst selbstständige Lebensführung im eigenen Wohnraum (Wohnung)
  • angemessene Tagesstruktur und Freizeitgestaltung
  • Eingliederung in die Gesellschaft, insbesondere Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft
  • Unterstützung bei der Ausübung einer angemessenen Tätigkeit, eines angemessenen Berufes
  • Förderung der weitestgehenden Unabhängigkeit von Betreuung
  • Erweiterung der Kompetenzen
  • Mobilität und Orientierung
  • Konflikt- und Krisenbewältigung

Eine Konkretisierung der Ziele erfolgt jeweils im Rahmen individueller Hilfeplanung.

Leistungen

  • Hilfe bei Antragstellungen (z.B. Grundsicherung, ALG II, Wohngeld)
  • Unterstützung und Begleitung bei der Wohnraumsuche und -gestaltung
  • ständiges bedarfsgerechtes, kontinuierliches Gesprächsangebot zu verschiedenen Themen aller Lebensbereiche
  • Förderung der psychischen Stabilität, des Wohlbefindens und Stärkung des Selbstvertrauens
  • Krisenintervention
  • Motivation zur Aufnahme oder Fortsetzung einer Arbeit oder sonstigen Beschäftigung
  • Hilfe bei Antragstellung und Durchsetzung des Anspruchs auf Aufnahme in eine WfbM
  • Gespräche mit Arbeitgebern, Jobcenter, Jobvermittlern
  • Anregung und Motivierung zur selbstständigen Freizeitgestaltung
  • Begleitung und Hilfe bei Freizeitaktivitäten
  • Hilfe und Unterstützung bei der Urlaubsplanung
  • Hilfe bei der Vorbereitung von Festen und ggfs. gemeinsamen Feiern
  • Kontaktpflege zwischen Nutzern und Angehörigen, Nachbarn, Freunden und gesetzlichen Betreuern, Kirchgemeinden, Selbsthilfegruppen, Vereinen usw.
  • Beratung, Hilfe, Motivierung und — soweit nötig — auch Begleitung und Training zur Bewältigung des Alltages, u. a.: gesunde Lebensweise, Körperhygiene, Haushaltsführung, Umgang mit Geld, sinnvoller Tagesstrukturierung, Umgang mit Behörden
  • Vermittlung und Koordination zusätzlicher Hilfen z.B. im Krankheitsfall, bei finanziellen Problemen, Hilfen zur Schuldenregulierung, bei Suchtproblemen, bei der Kindererziehung und Hilfen bei der Haushaltsführung